Rolf Martin Schmitz kennt die Diversity Klischees. Dass er als Mann und langjähriger CEO der RWE so ein Klischee darstellt, ist ihm natürlich bewusst. Dass er es nicht bedient wird deutlich, wenn man sich die jüngsten Besetzungsentscheidungen bei RWE anschaut – sie zeugen von einer RWE, die größer, internationaler und noch vielfältiger wird. Bei der RWE AG hat Zvezdana Seeger die Position als Arbeitsdirektorin und IT–Vorständin übernommen sowie Sopna Sury den Vorstand des neu geschaffenen Ressort für Wasserstoff der RWE Generation. Und bei der jüngsten und bedeutendsten RWE-Sparte, der RWE Renewables führt Anja-Isabel Dotzenrath als CEO ein Team von Vorstandskolleg*innen, dass je zur Hälfte von Frauen und Männern besetzt ist. Alle bringen sie große Erfahrungen aus unterschiedlichen Kulturen und Nationalitäten mit. Kurz gesagt: Drei Frauen, drei Männer – drei Nationalitäten, die aus Essen, Hamburg, Swindon/UK und Austin/Texas das Geschäft leiten.

Das war nicht immer selbstverständlich in einem Energiekonzern, der traditionell männlich geprägt und in Deutschland tief verwurzelt ist. Doch mit der Ausrichtung auf die Erneuerbaren Energien und dem Versprechen, bis 2040 klimaneutral zu sein, wurde deutlich, dass es einer ganzheitlichen Transformation bedarf, die neben der Energiewende auch die Art, wie wir bei RWE miteinander arbeiten und umgehen, neu gestaltet. Die Bedeutung von Vielfalt bei RWE zeigt sich auch in der Verankerung von Diversity and Inclusion in der Mission der „Neuen RWE“. Noch wichtiger als das nach Außen wahrnehmbare Engagement für Vielfalt ist Rolf Martin Schmitz, dass Vielfalt jeden Tag und systematisch bei RWE gelebt wird. Deshalb gibt es für jede RWE-Gesellschaft maßgeschneiderte, bottom up definierte Diversity Ziele, deren aktueller Status vierteljährlich in einem Sponsormeeting mit ihm vorgestellt und evaluiert wird. Umgesetzt werden die Diversityziele von Diversity Sponsor*innen auf Vorstandsebene, den Diversity Champions in den operativen Gesellschaften und vielen engagierten Mitarbeiter*innen. Um sicherzustellen, dass die Ziel erreicht werden, ist Diversity integraler Bestandteil der HR-Prozesse. So müssen beispielsweise auf jeder Recruiting Short List der RWE AG mindestens eine Frau und eine*r internationale*r Kandidat*in stehen. Netzwerke für Mitarbeiter*innen, wie das Women’s Network oder das LGBT*IQ & Friends Netzwerk ermöglichen den Kolleg*innen, ihre Anliegen im Unternehmen zu vertreten und unterstützen so dabei, Diversity in die Belegschaft zu tragen.

Angeregt durch Herrn Schmitz stellt sich RWE auch dem Vergleich über Unternehmensgrenzen und Industrien hinaus und engagiert sich in konzernübergreifenden Initiativen, wie beispielsweise der McKinsey Chefsache oder der PrOUT Employer Initiative von PrOUT at Work um Best Practice Ansätze mit anderen Unternehmen zu teilen oder gemeinsam neue Ansätze zu erarbeiten. Der Erfolg und die Qualität der Arbeit wird regelmäßig von Indizes und Rankings externer Initiativen bestätigt, wie bspw. dem Bloomberg Gender Equality Index, der Workforce Disclosure Initiative, dem Frauen-Karriere-Index oder dem Uhlala LGBT+ Dax30 Ranking.

Die RWE Aktivitäten im Bereich Diversity and Inclusion werden seit dem letzten Jahr zudem auch durch das Diversity Factbook sowie einer überarbeiteten Website transparent und für jede*n zugänglich gemacht. Für Rolf Martin Schmitz ist es damit noch lange nicht getan. Er denkt weiter, hinterfragt, treibt energisch voran, was ihm nicht schnell genug geht und formuliert es so: „Diversity muss hier für uns alle bei RWE so selbstverständlich sein, wie morgens aufzustehen“. Er ist im besten Sinne ein ‚Diversity Ambassador‘, weshalb wir ihn für diese Kategorie nominieren möchten.